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Lorbeer

Lorbeer – Eine der ältesten Gewürz- und Heilpflanzen

 

Der ursprünglich aus Vorderasien stammende Echte Lorbeer (Laurus nobilis) ist heute in der gesamten Mittelmeerregion beheimatet. Der bis zu 10 Meter hohe, immergrüne Baum trägt auch die Bezeichnung Daphnebusch, Wundblatt, Nierenblatt oder Götterstrauch. Als Gewürz sind die getrockneten Lorbeerblätter in deutschen Küchen überaus beliebt. Durch ihr charakteristisches, herbes Aroma verleihen sie den Speisen eine besondere Note und regen zusätzlich unsere Verdauung an. Bereits in der Antike wurde der Lorbeerpflanze eine heilende Wirkung zugeschrieben. Asklepios (Äskulap) zufolge, dem Gott der Heilkunst, kann Lorbeer sogar Tote zum Leben erwecken.

Lorbeerblätter

Eigenschaften und Wirkstoffe

Die Blätter und Früchte des Lorbeerbaums lassen sich sowohl innerlich als auch äußerlich verwenden. Obwohl Lorbeerblätter problemlos verzehrt werden können, bevorzugen viele Menschen die Zubereitung eines Tees. In der griechischen Volksmedizin wird Ziegenmilch mit wenigen Blättern aufgekocht und warm getrunken. Besonders beliebt sind auch Einreibungen und Massagen mit Lorbeeröl.

Die in den Lorbeerblättern enthaltenen Bitterstoffe fördern die Verdauung. Darüber hinaus stimulieren sie die Produktion von Magensäure und Gallensäuren. Der hohe Anteil an ätherischen Ölen hat vor allem eine desinfizierende und antibakterielle Wirkung. Als sekundäre Pflanzenstoffe fangen Flavonoide die gefährlichen freien Radikale im Körper ab und besitzen einen entzündungshemmenden Effekt.



Heilende Wirkung

  • senkt den Cholesterin- sowie den Blutzuckerspiegel und verhindert die gefürchteten Langzeitfolgen von Diabetes
  • ist ein äußerst wirkungsvolles Schmerzmittel
  • hat einen hemmenden Effekt auf das Wachstum von Pilzen, Bakterien, Viren, Würmern und sonstigen Parasiten
  • hilft gegen Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden
  • wirkt harntreibend und blutstillend
  • hemmt verschiedene Krebszellen (Leukämie, Hautkrebs) und stärkt das Immunsystem
  • kann gegen Kopfschuppen helfen
  • unterstützt die Erneuerung der Hautzellen
  • sorgt für eine verzögerte Entleerung des Magens
  • schützt das Nervengewebe und die Nervenzellen
  • lindert die Beschwerden bei Rheuma
  • bekämpft Magengeschwüre
  • äußerlich angewendet wehrt Lorbeer Insekten ab
  • hilft bei Prellungen, Verstauchungen und bewirkt ein schnelleres Abheilen von Wunden
  • stärkt die Wände unserer Blutgefäße
  • bei grippalen Infekten sorgen Inhalationen mit Lorbeer für eine Entkrampfung der Bronchialmuskulatur, lösen den Schleim und erleichtern das Abhusten
  • ein warmes Fußbad mit Lorbeerblättern hilft gegen müde Füße
  • getrocknete Lorbeerblätter verbreiten beim Verbrennen einen wohltuenden Geruch, der Verspannungen lösen kann und den Stressabbau unterstützt




Nebenwirkungen

Bei einer inneren und äußeren Anwendung der Blätter oder der Früchte des Lorbeerbaums sind keine unerwünschten Nebenwirkungen bekannt. Wer an einer Allergie leidet, reagiert möglicherweise auf Lorbeer. Unter anderem kann es dabei zu Entzündungen an der Mundschleimhaut und den Lippen kommen. Mit der Zeit entwickeln einige Köche eine Kontaktallergie auf Lorbeerblätter, die sich in Form von Hautekzemen äußert.



Dosierung

Für die Dosierung von Lorbeerblättern gibt es keine verbindlichen Mengenangaben. Wer Lorbeeröl kauft, richtet sich am besten nach den Empfehlungen des Herstellers. Wegen der enthaltenen Bitterstoffe ist es nicht ratsam, die Blätter pur einzunehmen oder direkt auf eine Wunde zu legen. In der Schwangerschaft sollten Frauen keine großen Mengen an Lorbeer beim Kochen verwenden.

Qualität - worauf sollte man beim Kauf achten?

Wer seine Lorbeerblätter selber ernten möchte, kann eine Lorbeerpflanze kaufen. Der Vorteil ist, dass man weiß was später nach der Ernte konsumiert wird, nämlich Lorbeerblätter ohne Zusätze.

Wer fertig getrocknete Lorbeerblätter kaufen möchte, sollte darauf achten, dass keine Zusätze wie Geschmacksverstärker und künstliche Aromen enthalten sind. 

Eine Lorbeerpflanze und Lorbeerblätter ohne Zusätze erhalten Sie hier:

Wer eine weitere sehr gesunde und nützliche Heilpflanze kennenlernen möchte, die ebenfalls im heimischen Garten angebaut werden kann, sollte sich unbedingt unseren Artikel über » Jiaogulan anschauen!