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Cayennepfeffer

Cayennepfeffer - Die medizinischen Wirkungen und Eigenschaften

 

Cayennepfeffer stammt als natürliches Heilmittel ursprünglich aus Afrika. Auch Chili genannt wächst das tropische Kraut aus der Pflanzenfamilie der Paprikagewächse nicht nur in freier Natur, sondern wird auch weltweit in subtropischen und tropischen Regionen als Pflanzenkulturen angebaut. Der Cayennepfeffer verdankt seine Namensgebung der Hafenstadt Cayenne, welche sich in Guayana auf den Teufelsinseln befindet. Cayennepfeffer wurde 2015/2016 zum Gemüse des Jahres gewählt. Bei medizinischen Anwendungen als natürliches Heilmittel ist Cayennepfeffer für seine anregende Wirkung bei Durchblutungsstörungen oder zur Behandlung gegen Muskelschmerzen seit Langem bekannt.

Früchte der Chilisorte Cayenne

Aus den Blüten entwickeln sich im Hochsommer die erntereifen Chili Früchte. Typisch ist deren leicht gebogene Form mit ledriger Konsistenz, nach außen hin glänzen die Chilischoten in grüner, gelber oder auch roter Farbe. Die scheibenförmigen Samen befinden sich im Inneren der Früchte, die eine Länge von bis zu 12 cm erreichen und stets aufrecht stehen, ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal im Vergleich zu anderen Paprikaarten.



Eigenschaften und Wirkstoffe von Cayennepfeffer

Die medizinischen Wirkungen und Eigenschaften von Cayennepfeffer werden durch die Vielzahl an pharmakologischen Inhaltsstoffen bestimmt. Zu medizinischen Zwecken werden die reifen Früchte in getrockneter Form verwendet. Hauptinhaltsstoff ist das Capsaicin und dessen Derivate, darüber hinaus sind unterschiedliche Flavonoide, Carotinoide, Saponine und auch ätherisches Öl enthalten. Capsaicin ist ein sogenannter Scharfstoff mit typischer medizinischer Wirkung auf die Schmerz- und Wärmerezeptoren. Die medizinische Anwendung kann äußerlich aber auch innerlich erfolgen, bei einer oralen Anwendung kommt es zu einer vermehrten Ausschüttung von Magensäften und Speichel. Gerbstoffe und ätherische Öle im Cayennepfeffer verfügen über eine ausgeprägte antimikrobielle Wirkung, indem sie pathogene Bakterien oder Pilze an ihrem Wachstum oder an ihrer Vermehrung hindern. Die enthaltenen Flavonoide haben die Eigenschaft, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und beruhigend zu wirken. Saponine sind bekannt für ihre schleimlösende, harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung. Cayennepfeffer hat deshalb als natürliches Heilmittel eine umfassende Wirkung mit breitem Indikationsspektrum.




Die heilenden Wirkungen von Cayennepfeffer

  • Die Durchblutung der Magenschleimhaut wird angeregt, das setzt Heilungsprozesse in Gang und reduziert Blähungen und Magenbeschwerden, die Abheilung von Magengeschwüren kann beschleunigt werden.
  • Die Hyperämisierung der Haut erzeugt ein angenehmes Wärmegefühl und hilft bei Rheuma, Gelenkschmerzen, Zerrungen oder beim Aufwärmen der Muskulatur vor dem Sport.
  • Capsaicin wirkt blutzuckersenkend
  • Hilft als Fatburner bei der Gewichtsreduktion, da es den Stoffwechsel erheblich anheizt und somit der Energieverbrauch steigt - zusätzlich wird der Appetit gesenkt.
  • Die Antioxidantien in Cayennepfeffer reduzieren oxidativen Stress und schützen so die Körperzellen.
  • Im Kampf gegen Tumoren kann Cayennepfeffer unterstützend eingesetzt werden.
  • Cayennepfeffer Extrakt eignet sich auch als natürliches Aphrodisiakum und steigert aufgrund der durchblutungsfördernden Wirkung die Potenz.
  • Capsaicin schützt die Leberzellen und ist ein effektiver, natürlicher Cholesterinsenker.
  • Patienten mit Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall oder Herzinfarkt können von den blutverdünnenden Wirkstoffen des Cayennepfeffers profitieren.




Nebenwirkungen

Die Vermeidung von unerwünschten Wirkungen bei der Anwendung von Cayennepfeffer zu Heilzwecken hängt insbesondere von der korrekten Dosierung und Anwendung ab. Äußerlich können bei empfindlichen Personen vorübergehend Hautreizungen auftreten, welche jedoch leicht mit kaltem Wasser behandelt werden können. Ein direkter Kontakt mit der Augenschleimhaut sollte vermieden werden, denn dadurch wird ein sehr schmerzhaftes Brennen hervorgerufen. Bei einer nachgewiesenen Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe von Cayennepfeffer muss die medizinische Anwendung unterbleiben. Bei der inneren Anwendung kann es insbesondere durch Überdosierungen langfristig zu einer Schädigung von sensiblen Nerven kommen. Durch die Schleimhautreizung können im schlimmsten Fall Geschwüre oder chronische Entzündungen entstehen. Bei vorgeschädigter Haut sollten Arzneizubereitungen aus Cayennepfeffer nicht angewendet werden, ebenso ist eine innere Anwendung nicht während Schwangerschaft und Stillzeit zu empfehlen.



Dosierung

Äußerlich wird Cayennepfeffer in Form von Pflastern, Tinkturen, Salben oder Cremes angewendet. Für die Dosierung als natürliches Heilmittel kommt es dabei stets auf die Konzentration des Hauptinhaltsstoffes Capsaicin an. In Hautpflastern beträgt der Capsaicin Gehalt pro Quadratzentimeter im Durchschnitt etwa 15-40 Nanogramm. Bei Fertigpräparaten aus der Drogerie oder Apotheke sollten stets die Hinweise zur korrekten Anwendung aus der Packungsbeilage entnommen werden.

Bei der innerlichen Anwendung als alkoholische Tinktur erfolgt die Einnahme tropfenweise und mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr.

Kapseln können, je nach Capsaicingehalt, einfach zweimal täglich zu einer Mahlzeit eingenommen werden. Die empfohlene Dosierempfehlung des Herstellers sollte jedoch Priorität haben.



Qualität - worauf sollte man beim Kauf achten?

Da man die volle Wirkung von Capsaicin nur bei einer regelmäßigen oder kurweisen Einnahme erhält, sollte ein Produkt gekauft werden bei dem eine regelmäßige Einnahme für einen persönlich zumutbar ist. Es gibt sicherlich viele Leute die gerne scharf essen, aber möchte man dies auch wirklich jeden Tag und zu jeder Mahlzeit? Falls ja, wäre hier reines Cayennepfeffer in Pulverform eine gute Lösung. Falls nein, können wir die Einnahme per Kapseln sehr empfehlen. Die Wirkung ist die selbe, jedoch umgeht man die schärfe im Mund und Rachenbereich.

Unabhängig davon, für welche dieser Einnahmearten Sie sich entscheiden, achten Sie darauf, dass die Chilischoten aus einem biologischen Anbau stammen und das Pulver zu 100 % rein und keine Zusätze wie Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Glutamat und künstliche Farbstoffe enthalten sind.

Wenn Sie sich die Qual der Wahl erleichtern möchten haben wir hier für Sie die jeweiligen Produkte gelistet, welche wir ohne bedenken empfehlen können und die den Qualitätsansprüchen für eine medizinische Nutzung entsprechen: